Die Idee entstand im Sommer 2025 bei einer Glacé in der Gelateria Di Berna. Wir genossen ein Himbeer-Ingwer-Sorbet und fragten uns, ob man mit dieser Komibination auch ein Bier brauen könnte. Aus dieser spontanen Bieridee wurde schon bald ein Projekt. Ein pinkes Bier sollte es werden, und es sollte fruchtig, aber nicht zu süss sein. Schon bald entstand ein erster Testsud. Als Basis brauten wir ein Weizenbier mit 50% Weizenmalz und 50% Pilsnermalz. Weizen ist relativ geschmacksneutral und bewirkt, dass das Bier nicht zu malzig wird. Auf die klassische Weizenhefe (die bei vielen Weizenbieren für die charakteristische Bananennote verantwortlich ist) verzichteten wir und vergoren das Bier stattdessen mit einer Ale-Hefe, um die fruchtige Note zu betonen.
Doch die wichtigsten Zutaten für unseren Brauversuch fehlten noch: Himbeeren und Ingwer. Im ersten Testsud experimentierten wir mit verschiedenen Mengen Himbeeren pro Liter, die wir während des Gärprozesses beigaben. Wir merkten schnell, dass wir mindestens 100g pro Liter benötigen, damit der Himbeergeschmack zur Geltung kommt. Doch auch dann war uns das Bier noch zu "malzig", und die Farbe ging eher in Richtung orange statt pink.
Beim zweiten Testsud im Herbst reduzierten wir die Malzmenge etwas. Dadurch kommen die Himbeeren besser zur Geltung, und mit der Farbe waren wir nun auch zufrieden. Bei diesem Prototyp experiementierten wir vor allem mit dem Ingwer und in welcher Form wir ihn zugeben sollen. Die Variante mit flüssigem Ingwerextrakt haben wir rasch verworfen. Die Zugabe von frischem geraffeltem Ingwer erzielte deutliche bessere Resulate. Aber ja nicht zu viel, denn sonst kommt das Himbeeraroma nicht mehr zur Geltung.
Nach zwei Prototypen waren wir zufrieden mit der neuen Rezeptur und konnten so am 27. Dezember 2025 unser erstes offizielles "Pinkes Einhorn" brauen. Es ist seit dem Frühling 2026 in unserer Brauerei erhältlich und wird bereits fleissig gekauft und genossen.

Doch warum heisst das Fruchtbier "Pinkes Einhorn"?
Eines der ersten Biere von Monsterbräu war unser "Weisses Einhorn" – ein klassisches Weizenbier. Da es mittlerweise auch in der Schweiz viele gute Weizenbiere gibt und wir uns eher auf "exotischere" Bierstile konzentrieren, haben wir dieses Bier seit 2021 nicht mehr gebraut. Die einzige Erinnerung daran ist das weisse Einhorn, das vor unserer Brauerei im Zwicky-Areal steht. Dieses weisse Einhorn hat neuerdings ein pinkes Horn auf der Stirn – um auf sein jüngeres pinkes Geschwister hinzuweisen.
Für die Etikette des neuen Biers konnten wir die Vorlage des ehemaligen Weizenbiers verwenden – in neuer Farbe und mit angepasstem Text. Und so haben wir nun ein zusätzliches Bier im Sortiment der Brauerei Monsterbräu: https://monsterbraeu.ch/pinkeseinhorn

English text below
(Weil in diesem Artikel gleich zwei englischsprachige Theatervereine erwähnt werden, ist der Text auch auf englisch verfügbar)
Theaterveranstaltungen und Monsterbräu Bier scheint eine gute Kombination zu sein. Jedenfalls hatten wir schon mehrmals die Gelegenheit, unser Bier via Theatervereine unter die Leute zu bringen.
Seit Jahren darf unsere Nanobrauerei dem Theater Einhorn in Dübendorf während der Theatersaison im März von unseren Bieren liefern. Für uns ist das jeweils eine gute Gelegenheit, dem lokalen Publikum aus Dübendorf und Umgebung unsere Produkte präsentieren zu können. Und für das Theater Einhorn ist es eine Möglichkeit, in den Pausen sowie vor und nach den Vorstellungen ein lokales Bier zu verkaufen.
Zusätzlich hat uns letzten November eine Anfrage von einem anderen Theaterverein erreicht: Das Zurich English-Speaking Theatre (ZEST) hat "Frankenstein" aufgeführt und für die Aufführungen ein passendes Bier gesucht. Was liegt bei diesem Stück näher als Bier der Brauerei Monsterbräu.
Offenbar ist unser Bier in der englischsprachigen Theater-Community in Zürich gut angekommen. Jedenfalls haben wir vor kurzem eine weitere Anfrage von einem Theaterverein aus Zürich erhalten: Die You Do You Theatre Company hat im Mai 2026 in Zürich das Musical "Avenue Q" aufgeführt. In der Show kommen mehrere Monsterpuppen vor - da dürfen natürlich Biere von Monsterbräu nicht fehlen.

Theatre events and Monsterbräu beer seem to be a winning combination. star We had several opportunities to promote our beer via theatre groups.
Since several years, our nano-brewery is supplying Theater Einhorn in Dübendorf with our beers during the theatre season in March. For us, this is always a great opportunity to present our products to the local audience from Dübendorf and surroundings. And for the theatre group, it iss a chance to sell a local beer during the break and before and after the shows.
Last November, we got a request from another theatre group: the Zurich English-Speaking Theatre (ZEST) was playing "Frankenstein" and was looking for a beer to go with the shows. What could be more fitting for this play than beer from the Monsterbräu brewery?
It seems that the English-speaking theatre community in Zurich likes our beer. Recently, we received another request from a theatre group in Zurich: the You Do You Theatre Company performed the musical “Avenue Q” in Zurich in May 2026. The show features several monster puppets – so, of course, Monsterbräu beers are a must.

Bier wird ja bekanntlich aus Malz hergestellt. Das Malz für unsere Kleinbrauerei Monsterbräu beziehen wir jeweils in 25kg-Säcken der Bamberger Mälzerei Weyermann. Doch was passiert mit den Malzsäcken, wenn sie leer sind?

Einige der nicht mehr benötigten Malzsäcke haben wir dem SDBU-Laden «frappant» weitergegeben. In der Werkstatt der Sozialen Dienste Bezirk Uster (SDBU) werden daraus Recyclingtaschen hergestellt. So ist zum Beispiel dieses praktische Necessaire (auch "Kulturbeutel" genannt) entstanden. Viele weitere Recyclingtaschen und weitere von Hand hergestellten Produkte können im Laden an der Wallisellenstrasse 12 in Dübendorf bezogen werden.



Jeweils in den Sommerferien geht der Technologie-Podcast "SRF Digital" auf Reisen und besucht unter dem Motto "Bi de Lüüt" Personen, die Interessantes aus ihrem digitalen Alltag zu berichten haben. Vor kurzem hat Redaktor Reto Widmer unsere Kleinbrauerei besucht und sich mit Andrea Kennel über Frauen in der Informatik, die Symbiose von IT und Bier, unsere neue Brauerei-App und vieles mehr unterhalten. Das Interview dauert knapp eine Stunde (mit zwei Unterbrüchen durch andere Beiträge im Podcast). Wieviele Stunden wir danach noch gemeinsam in der Brauerei verschiedene Biere degustiert haben, bleibt ein Geheimnis.
Der Podcast kann über die gängigen Podcast-Apps abonniert oder über diesen Link gehört werden: SRF Digital Podcast «Bi de Lüüt» #2: Andrea Kennel
